Krisen überstehen, Resilienz in der Arbeitswelt fördern: Es ist nicht die rosarote Brille, die uns weiterhilft, sondern der Weitblick von Führenden, das Ringen um Sinn aller Beteiligten und das Durchhaltevermögen. Oft versteht man erst hinterher oder sogar viel später, wozu es einen gebracht hat und wie man Stärke entwickeln und über sich hinauswachsen konnte.

Resilienz für Fach- und Führungskräfte!

Einmal öfter aufstehen, als hinfallen! Nie war es so wichtig, Widerstandskraft zu beweisen wie jetzt. Es geht darum, alle Kräfte und Ressourcen zum mobilisieren, und zwar für lange Zeiträume. Es geht darum, Krisen zu bewältigen und immer wieder aufs Neue Hindernisse zu überwinden. Es braucht genügend eigene Stress-Resistenz.

Entscheidend dabei: die eigene Haltung. Sind Sie Optimist*in oder Pessimist*in? Sind Sie flexibel und kreativ, agil genug? Oder halten Sie fest am Gewohnten? Kennen Sie Ihre Ressourcen? Auch die sozialen? Ergreifen Sie die erstbeste oder die beste Lösung? Sorgen Sie als Führungskraft genügend für sich? Sorgen Sie dafür, dass Mitarbeiter*innen eher ein sinnstiftendes oder ein sinnwidriges Verhalten an den Tag legen können. Kennen alle ihr jeweiliges „Wozu“ in der Krise, in der Unternehmenssituation?

Antworten dazu auch in meinem Teil des kostenlosen Online-Vortrags am 15. April 2021 zusammen mit Frau Prof. Dr. Jennifer Kunz, Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Controlling an der Universität Augsburg.

http://www.zww.uni-augsburg.de/fuer-fach-und-fuehrungskraeftesie-kommen-zu-uns/leadership-und-kommunikation/online-seminar-resilienz-in-der-arbeitswelt-der-zukunft/

Erfolgreich Inhalte und sich selbst präsentieren, Arbeitsgruppen moderieren – Das ist im Online Studium genauso wichtig wie in Präsenz. Und das Beste daran ist: Das kann man lernen!

Ich freue mich sehr darauf, mich auch dieses Semester wieder als Gastdozentin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg einzubringen. Abwechslungsreich und interaktiv wird das Seminar gestaltet sein, denn ich freue mich immer über anregende Diskussionen mit den Studierenden. Bei der Lehre kann ich auf meine Erfahrung als Moderatorin in Firmen, bei Kommunen und vielem mehr zurückgreifen, für die ich immer gerne zur Verfügung stehe.

Das Seminar wird als Allgemeines Wahlpflichtfach an der Fakultät für Geistes- und Naturwissenschaften als Soft Skill Kurs angeboten. Gemeinsam üben wir erfolgreiche Präsentation und Moderation. Ich freue mich auf Sie!

Ihre Elisabeth Berchtold

Danke allen, die mir dieses Coronajahr über die Treue gehalten und mit mir um Lösungen gerungen haben, um der Krise gemeinsam zu trotzen. Unkompliziert, solidarisch. Schön, dass es Euch gibt! Das musste jetzt einfach mal unbedingt gesagt sein.

Ganz präsent für Sie im 1:1 Gespräch am Bildschirm. Auf Augenhöhe und voll konzentriert sammeln wir ein, was wichtig ist für Sie, sortieren es und bringen Ordnung ins Gedankenchaos. Sinnvolle Entscheidungswege zeigen sich. Wir schmieden gemeinsam an der geeigneten Strategie, damit Sie Ihre jeweiligen Ziele erreichen. Ich checke Ihre Unterlagen. Einfach Termin vereinbaren unter: info@elisabeth-berchtold.de

Einen Einblick in meine Arbeitsweise bekommen Sie auch auf meinem YouTube-Kanal unter dem Video „Karrierecoaching – Was ist das?“

Manche Führungskraft hat sich angesichts der von Corona gesetzten Limits über den Sinn ihrer Aufgabe Gedanken gemacht. Wie lässt sich dieser Sinn aktivieren und mit neuen Akzenten bekräftigen?

Wir haben gelernt, mit dem Lockdown umzugehen. Wir haben gelernt, uns umzustellen, uns anzupassen. Was Pädagogen längst wissen, schlägt nun auch in der Arbeit von Führungskräften durch: Lernen ist im Grunde eine Anpassungsleistung. Wir experimentieren, wir machen Fehler, wir korrigieren sie möglichst schnell. Führungskräfte unterstützen ihre Mitarbeiter in diesem Prozess. Sie begleiten, sie leiten an, sie coachen. Diese Facette moderner Führungsstile ist jetzt stärker gefragt denn je.

Damit Anpassung gelingt, muss Führen auf allen Ebenen und in allen Bereichen sich selbst anpassen. Die Zukunft der Führung ist weniger komplex und weniger langwierig. Das „Mehr“ ist agiler, flexibler, entscheidungsfreudiger. Richtschnur sind nicht der Beschluss oder das Protokoll von gestern, sondern die Chance morgen.

Alte Prozesse bewahren, aber auf neue Wege führen

Der Unsicherheit in der äußeren Umgebung begegnet man vernünftigerweise durch Sicherheit im Inneren. Das bedeutet auch, nicht sofort panisch Routinen und bewährte Prozesse über Bord zu werden. Selbstmanagement lebt von der Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit des Individuums, der Gruppe und des Environments. Spätestens jetzt werden, bei mutigem Hinsehen und Prüfen, bestehende Schwächen von Prozessen sichtbar – und Ansatzpunkte für Veränderung. Auf eine Frühstücksrunde muss man nicht verzichten, weil sie nicht unter physischer Präsenz verläuft. Sie lässt sich virtuell abhalten. Warum nicht alle zusammen die Kaffeetassen ins Bild halten und auch jetzt das tun, was seine Sinnhaftigkeit schon bewiesen hat? Warum nicht die wöchentliche Statusbesprechung von Projekten weiterführen, aber um einen zusätzlichen Report „Ich und mein Home Office“ ergänzen? Warum nicht jetzt mit der durchs Team rotierenden Leitung von Meetings beginnen, die bisher an Trägheit, Schüchternheit oder Angst einzelner gescheitert ist (oder am eigenen Ego)?

„In der langen Geschichte der Menschheit haben sich immer die durchgesetzt, die gelernt haben zusammen zu arbeiten und zu improvisieren.“ Dieser Satz von Charles Darwin meinte so viel wie „Survival of the fittest!“ Human-soziale Intelligenz als Mittel der Anpassung. Und aktuell ist die gesamte Arbeitswelt herausgefordert, sich schnell an zu passen.

Zeit-Slots für Chancen tun sich auf und sie verschwinden auch wieder. Also packt man seinen Mut zusammen und improvisiert: Jetzt auf digitalen Service umstellen. Jetzt die Chance für Regionalität nutzen. Jetzt wertvolle Verbindungen aufrechterhalten und sich online treffen. Jetzt die Prioritätensetzung ändern, um zu überleben. Nachkorrigieren und Feinjustieren lässt sich später. Schlimmer wäre es, zu lange zu warten und damit Möglichkeiten der Handlung nicht wahrzunehmen.

Routinen sind überraschend schnell passé. Unbewusst wirkt zwar der gewohnte Arbeitsrhythmus, aber er passt nicht mehr. Man war gewohnt, sich gut auf ein Meeting vorzubereiten. Nun hat man gerade mal 5 Minuten Zeit, um sich zu sammeln und schon geht’s los mit der digitalen Krisensitzung. Entscheidungen dürfen nicht ewig dauern, Umsetzungen auch nicht. Lernzyklen dürfen und müssen schneller werden. Manchmal sind alle auf dem gleichen Kenntnisstand und Führungskräfte lernen zeitgleich mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Kooperation ist angesagt.

Sie arbeiten gerade viel „head down“? O.k. physisch geht’s in Zeiten von Homeoffice und digitaler Kommunikation kaum anders. Aber inwieweit gilt das auch für den seelischen Zustand?  Den Kopf hängen lassen? Kommt schon vor in diesen Zeiten. Aber sollte dieser Zustand länger anhalten, muss die Frage gestattet sein: Wollen wir uns das von uns selber gefallen lassen? Lösen Sie sich 5 min vom Monitor und denken Sie nach:

Mit welcher Art „future mind“  wollen Sie  letztendlich aus der Krise rausgehen oder rauskommen?  Unabhängig davon,  wie hart es uns trifft – und in vieler Weise stehen wir da der Zukunft leider machtlos gegenüber: irgendwann ist die Krise vorbei und wir müssen konstruktiv sein. Konstruktiv kommt aus dem lateinischen „aufbauen“.  Wir können jetzt schon beginnen!.   Der Philosoph und Erfinder der Logotherapie,  Viktor Frankl nennt das „Einstellungsmodulation“.  Also: Wenn Sie sich gerade innerlich „head down“  ertappen: bitte mal 5 min investieren und  zu 5 Kategorien alles notieren, was Ihnen einfällt:

  1. wofür Sie dankbar sind
  2. was eine positive Konstante in Ihrem Leben ist
  3. was sie nach der Krise verändern wollen
  4. auf was Sie künftig locker verzichten können
  5. was sie dazu gelernt haben

Im minimalsten Fall haben Sie 25 Aussagen gesammelt, die Sie nach vorne bringen. Und am nächsten Tag dann wieder…. So kann man geistig hamstern für die gute Zeit….

Wofür sind Sie dankbar, was ist Ihre Konstante im Arbeitsleben, was wollen Sie verändern?

Schreiben Sie mir unter 5minuten@elisabeth-berchtold.de